Showing posts with label TorpedoFactory. Show all posts
Showing posts with label TorpedoFactory. Show all posts

Wednesday, May 29, 2013

Moving out...

Many of you already knew that I was going to give up Studio 306 in the Torpedo Factory. Actually, yesterday was my last day. Coincidentally, Jim, my good friend and studio partner, is also taking a leave, as well as Andra, my neighbor to the right.

That's how the studio looked yesterday morning:







The printer, tools, paper, mats, frames, etc. were all gone already, only the images on the wall were still there.



I had a sale on all stocked items which actually worked quite well. Therefore the wall looked a bit unorganized at the end, with the gaps not being filled up with matching pieces.

During the course of the day, I took down the remaining frames and posters, removed the picture hangers and detached the sale signs and my tiny german-american flag.

At the end of the day my side of the studio was shift back to neutral:





Will I ever move back into Studio 306? Most likely not. Will I ever have a studio in the Torpedo Factory? Probably yes. I have already received a number of subleasing request and will definitely take the chance if time permits.

Once again I would like to say thank you to everybody who visited me at the Torpedo Factory or bought one of my pieces. Most of my images are on display at www.gkruger.com, and beautiful fine art prints can be purchased online. Quite a number of my images are also on display in the Torpedo Factory's Arts in Public Spaces Exhibition and in the Art League's Bin Gallery.

Stay tuned or send me an email, I'd love to stay in contact with you guys!

Tuesday, April 16, 2013

Two Ladies

Long time no see, I know.

The US American income tax return took me more than two weeks to complete, and a number of other activities held me back from posting here. Could you imagine anything more complicated and tedious than a German tax declaration? Come to the US and you'll see!

I not only have to pay business tax and personal property tax in Alexandria, but also sales tax in Virginia, state income taxes in Maryland and Virginia, and finally federal income tax for the great country itself. All of them with their own forms and procedures. The main federal tax form ("the" 1040) comes with more than 200 pages of instructions.

Unfortunately, "Turbo Tax", the american equivalent of "WISO Steuer", is only partially helpful. It doesn't know, for example, what a "married non-resident alien" is, and which forms to use if you are a self-employed spouse of a German diplomat (who doesn't have and never will get the social security number that the software thinks is absolutely neccessary). Quite some fun to get along with that... ;-)

Anyway, here is a picture that I shot today:



Just playing around with the new 1.8/75mm on the OM-D. What a great piece of glass! The lens is a bit on the heavy side, but its optical qualities are fabulous. Nobody has ever posted a negative comment on Amazon.com - and neither will I.

Stay tuned, there'll be more on Potomac Adventures soon!

Monday, March 4, 2013

The Sirin

"The Sirin" is a piece that Torpedo Factory Artist and silk painter Anya Yakubovskaya crated last fall for a couple's 50th wedding anniversary. The slavic Sirin is based on the Greek legend of the sirens, but unlike them, represents joy and happiness, instead of danger and death.

Over the course of roughly two weeks, I photographed the project and documented the creation of the piece. The images were featured in a Torpedo Factory Weblog Article and finally lead to the creation of a Picture Panel.

The images show the creative process:







They include some stills:



And, of course, they show the piece itself:







Since last November I had planned to create a Picture Panel from the images. It was high on my list, but I never really found the time to do it. Last week, however, I managed to work on it and finally created the "Sirin" picture panel:



The panel has a simple and straightforward design and is 16" by 12" in size. It shows the creative process and some details of the piece. It is on display in Studio 306 of the Torpedo Factory. The panel is for sale.

Wednesday, December 5, 2012

The Other James Dean

Wenn man James Dean heisst und ein Studio in der Torpedo Factory hat, muss man sich des öfteren Sätze anhören wie "Hey, you are James Dean? Sooo nice to meet you!". Eigentlich kein schlechter Joke, aber nach dem hundersten Mal wird es selbst dem Geduldigsten zuviel. Und wenn man dann auch gebeten wird, ein Autogramm für den gleichnamigen, längst verstorbenen Schauspieler zu geben...



Jim ist mein Studiopartner in der Torpedo Factory.

Um der Verwechslung zu entgehen, steht auf seinem Türschild "The Other James Dean", und auch Jim's Website heisst www.theotherjamesdean.com. Jim ist ein sehr angenehmer und gebildeter Zeitgenosse und ein kreativer Maler. Mit seinen 81 Jahren ist er außerordentlich fit. Gerade hat er ein Posting auf dem Weblog der Torpedo Factory bekommen, in dem ein paar seiner Werke und seine erstaunliche Vita vorgestellt werden.

Ich bin sehr dankbar, dass ich in seinem Studio gelandet bin und dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, in der Torpedo Factory heimisch zu werden.

Friday, September 28, 2012

Afternoon of Art

Am 6. Oktober, also am Samstag in einer Woche, findet in der Torpedo Factory von 13 bis 17 Uhr der "Afternoon of Art" statt. Das ist eine Art Tag der offenen Tür, den die Künstler der Nordseite der dritten Etage veranstalten:



In diesem Bereich finden sich die Fotografen der TF, aber auch tolle Maler, Keramiker und andere Künstler. Nach der diesjährigen "Annual Jury" sind viele neue Künstler hinzu gekommen, neue Werke entstanden, und etliche der Studios haben sich verändert.

"3 North" ist sehr international, es gibt Verbindungen nach Italien, Spanien, Schottland, Irland, Deutschland, Tschechien, Russland, und ich weiß nicht, wohin noch; es werden viele unterschiedliche Sprachen gesprochen. Am 6.10. wird es unzählige Gelegenheiten geben, in netter und entspannter Atmosphäre Gespräche mit den Künstlern zu führen.

Die Adresse ist:

Torpedo Factory Art Center
105 North Union Street
Alexandria, VA 22314

Also Leute, fühlt euch eingeladen! Natürlich kann man an diesem Tag auch den Rest der Torpedo Factory besichtigen, ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Wir sehen uns am Samstag, den 6. Oktober in der Torpedo Factory!

(Das Plakat hat Min Enghauser entworfen)

Friday, September 14, 2012

Update Studio 306

Nach ein paar Tagen des Renovierens sieht es in Studio 306 jetzt so aus:



Ich habe eine Million Löcher zugeschmiert, die Wand (dreimal) grau gestrichen und die Bilder neu angeordnet. Der "experimentelle" Teil auf der linken Seite musste einer Fläche für wechselnde Mini-Ausstellungen weichen (mehr darüber zu gegebener Zeit). In Kürze werde ich noch etliche der Rahmen und Passepartouts auswechseln, ein Konzept dafür ist in Arbeit.

Ältere Ansichten des Studios finden sich Stand der Dinge und Studio 306.

Sunday, September 9, 2012

Art in Public Spaces

Jedes Vierteljahr veranstaltet die Torpedo Factory die "Art in Public Spaces" Initiative, um die vielen weissen Wände außerhalb der Studios mit Kunstwerken auszustatten:



Einerseits steht den Künstlern so neben ihren Studios eine ganze Menge zusätzlicher Ausstellungsfläche zur Verfügung, andererseits wird das Gebäude bunter, interessanter und attraktiver für die vielen Besucher.

Man kann teilnehmen, wenn man "Associate" oder "Resident Artist" ist und darf sich dann mit maximal drei bis vier Werken bewerben, die an geeigneter Stelle im Gebäude aufgehängt werden.

Ich habe ein "Tetraptychon" aus Hipstamatik-Prints eingereicht:



Es nennt sich "Walking Around", weil die Bilder "nebenbei" während zweier Spaziergänge mit dem Smartphone aufgenommen wurden. Sie sollen u.a. zeigen, dass man gar kein aufwändiges Equipment braucht, um interessante Aufnahmen zu produzieren, sondern lediglich ein geschultes Auge und etwas Kreativität.

Zusätzlich konnte man sich in diesem Quartal erstmals um eine "Mini Show" bewerben.

Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Proposal für die Heading Northwest-Bilder eingereicht, denn sie wurden bisher noch nie zusammenhängend gezeigt. Mein Vorschlag wurde angenommen, und acht von den Bildern hängen nun um die Ecke im Flur vor unserem Studio:



Sie zeigen Hamburg, Itzehoe, Brokdorf, Brunsbüttel, Hemmingstedt, Westerhever, Nordstrandischmoor und Helgoland:



Was mich besonders freut, ist dass diese kleine Ausstellung meine alte Heimat Norddeutschland in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten bringt, und dass die Bilder in den nächsten drei Monaten von vielen tausend Besuchern aus den USA und der ganzen Welt gesehen wird :-)

Sunday, August 5, 2012

Ordnung und Chaos

Während der vergangenen Woche in der Torpedo Factory habe ich mir Gedanken über Dinge wie Ordnung, Chaos, Unordnung, Aufräumen, etc. gemacht. Warum? Fast jedes Buch über (fotografische) Bildgestaltung fordert, das die eigenen Fotos eine gewisse Ordnung haben sollten. Dass nicht zu viele und nicht zu wenige Elemente darin sein sollen. Dass man als Fotograf (der anders als ein Maler subtraktiv arbeitet) seine Bilder von unnötigem Ballast befreien soll.

Die "richtige" Balance zwischen Einheit und Vielfalt, zwischen Einfachheit und Komplexität ist eine der ganz großen heiligen Kühe der darstellen Kunst.

Niemand erklärt aber so recht, wie man Ordnung bzw. Unordnung misst, und welche "Operatoren" es gibt, den einen Zustand in den anderen zu überführen. Da eines der Unterkapitel in meinem Buch (wenn es denn mal eins wird) sich mit genau diesem Thema beschäftigen wird, wollte ich ein wenig Grundlagenarbeit leisten und habe im Studio experimentiert.

Hier z.B. eine Serie mit bunten Radiergummis:







Oder mit Büroklammern:







Ich habe auch mit Gegenständen experimentiert, die mehr als eine unterscheidbare Dimension hatten, mit einfarbigen Gegenständen, mit solchen, bei denen die Orientierung eine Rolle spielt, mit kleinen und großen Anzahlen, mit dem Einfluss der Schwarz-Weiß-Fotografie, mit realen Dingen, mit Behältern ohne oder mit transparentem oder blickdichtem Deckel, usw...






Diese Experimente haben bei den Besuchern und bei einigen Studionachbarn einiges Interesse verursacht, und ich habe ein paar interessante Anregungen bekommen. Ohne zuviel zu verraten, sei gesagt, dass ich (nach mehreren Fehlversuchen) sowohl eine ganz brauchbare Metrik gefunden habe, um die Anzahl der wahrgenommenen Elemente in einer Bildszene zu "zählen", als auch eine Liste der Operatoren, mit denen Bilder (und andere Dinge) aufgeräumt oder unordentlich werden können.

So weit, so gut. Jetzt gilt es, die Verbindung zwischen diesen theoretischen Vorarbeiten und der tatsächlichen Praxis des Fotografierens herzustellen und das Ganze mit Beispielen zu würzen und in eine lesbare und verständliche Form zu bringen. Dann wäre einer von etwa fünfzehn Unterabschnitten in trockenen Tüchern.

Thursday, July 12, 2012

TFAA Interview

Im Rahmen einer Serie über ihre "internationalen" Künstler hat die Torpedo Factory einen Artikel über mich und meine Arbeit geschrieben:



Der Artikel findet sich im Künstler-Blog der TF und kann auch direkt unter diesem Link abgerufen werden. Er beschreibt meinen Arbeitsstil, zeigt einige Fotos und geht auch auf die Verbindung zwischen Informatik und Fotografie ein. Enjoy!

Saturday, June 9, 2012

Der Pi-Ring

Schon bevor ich in die Torpedo Factory eingezogen bin, habe ich Eric Margry in Studio 229 kennengelernt. Er ist einer der wenigen verbliebenen "Hand Engraver", also einer jener Künstler, die winzige Schriften, Wappen und Ornamente ohne elektrische Hilfsmittel, nur mit Hilfe feiner stählerner Stecheisen in Schmuckstücke aus Silber und Gold gravieren können.

Am letzten Wochenende wurde Eric in der Artikelserie First Person Singular in der Washington Post portraitiert. Herzlichen Glückwunsch, das ist eine echte Auszeichnung!

Irgend ein Verrückter hat bei ihm einen Ring bestellt, der die Kreiszahl PI symbolisiert. Auf dem Rand steht 3.141592..., auf der Oberseite folgende Formel:



Das ist eine Kurzschreibweise für die als Leibniz-Reihe bezeichnete Summe 1/1 - 1/3 + 1/5 - 1/7 + 1/9 - 1/11... usw. Diese konvergiert zwar sehr langsam, aber wenn man sie bis ins Unendliche fortsetzt, kommt schließlich PI/4 heraus.

Die Optik der Formel musste zunächst ein bisschen aufgehübscht werden, weil die Größen und Proportionen der originalen TeX-Darstellung für den Ring nicht ganz stimmig waren. Zwar kann die Knuth'sche Formelästhetik grundsätzlich als sehr gelungen angesehen werden. Aber für den Ring war das Summenzeichen etwas zu klein, der Bruch zu groß und die Gleichheitszeichen zu breit. Außerdem musste das Höhe-Breite-Verhältnis verändert werden, damit die gesamte Formel auf den Ring passte.

Nachdem der Rohling gegossen war, begann Eric mit dem Gravieren:





Nach ein paar Stunden unter der Lupenbrille war die obere Fläche fertig:



Zu guter Letzt wurden die ersten 26 Stellen von PI auf den Rand graviert. Die ersten Ziffern etwas größer, denn das allseits bekannte "3.14" soll schließlich gut zu sehen sein, die übrigen Ziffern kleiner. Schließlich noch die Mattierung und etwas Feinschliff und der Ring war fertig:



Der Pi-Ring hat trotz seines zarten Alters schon mehrfach Anlass zu Gesprächen gegeben und wird als "nice", "unique" und "funny" angesehen. Ich würde zu gerne wissen, wem er gehört ;-)

PS. Die Amerikaner sagen übrigens "PEI" statt "PI", genau genommen ist es also ein PEI-Ring. Eigentlich ja eher "a quarter of pi", also ein Viertelkreis, bzw. korrekt ausgesprochen "a quarter of a pie", was wie Eric meinte, wie ein Stück Pizza aussehen müsste - was ja auch mit "Pi" anfängt. Pure Koinzidenz oder Kausalzusammenhang? Keine Ahnung. Vielleicht enthält der Ring ja eine Geheimformel für Pizza; obendrauf der Teig und auf dem Rand die Zutaten: 1 ist der Käse, 4 die Jahreszeiten, usw. ?!?

Have fun!

Tuesday, May 22, 2012

Stand der Dinge

Auf mehrfachen Wunsch hier ein kurzer Bildbericht zur Lage in Studio 306.


Ausblick (Abends, bei gutem Wetter)


Einblick (vor ein paar Minuten aufgenommen)

Monday, May 14, 2012

Studio 306

Seit gestern bin ich Untermieter in Studio 306 der Torpedo Factory, dem Studio des Malers James Dean.

James brauchte etwas Unterstützung, um mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben und suchte jemanden, dessen Werk zu seinem passt und der ihm in den nächsten drei Monaten etwa die Hälfte der vorgeschriebenen Öffnungszeiten abnimmt. Für mich war das natürlich eine große Chance und wir sind uns schnell handelseinig geworden.

Studio 306 ist ideal. Es liegt im dritten Stock der Künstlerfabrik, ist nicht allzu groß, aber auch nicht zu klein und hat einen sehr schönen Blick auf den Potomac River und den Hafen von Old Town Alexandria. In unmittelbarer Umgebung finden sich die meisten anderen Fotografen der Torpedo Factory, beispielsweise Craig Sterling, Min Enghauser, James Steele und Pete McCutchen. Außerdem ist die Multiple Exposures Gallery um die Ecke.

Ab sofort bin ich drei mal pro Woche im Studio, nämlich Montags, Dienstags, Donnerstags und gelegentlich am Wochenende. So der Plan für Mai; die Vereinbarungen für Juni und Juli und evtl. weitere Monate stehen noch aus.

Damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, wie es hier oben aussieht, hier ein paar Bilder von gestern Abend:







Man sieht, dass Jim eine Wand geräumt und mir als Ausstellungsfläche zur Verfügung gestellt hat. Nach einem Tag (mit relativ viel Publikum) hängen noch nicht allzu viele Bilder an der Wand, und meine Aufgabe in den nächsten Tagen und Wochen wird es sein, eine attraktive Auswahl aus meinem Fundus von 17.000 Bildern zu selektieren, drucken und zu rahmen.

Der Weg hierher war einigermaßen steinig. In ein Studio kommt man nur, wenn man im Rahmen der Annual Jury zum Associate Artist gewählt wird. Zudem benötigt man eine allgemeine Arbeitserlaubnis und muss sich anschließend eine Social Security Number besorgen. Dann muss man sich durch Beschaffung einer Employer Identification Number als Selbstständiger im Federal Tax System der Vereinigten Statten verankern. Schließlich benötigt man ein Sales Text Certificate des Staates Virgina und eine Business Licence der Stadt Alexandria. Und all diese Stellen wollen ab sofort auch Steuererklärungen sehen, in monatlichen, vierteljährlichen oder jährlichen Abständen.

Anyway, für mich war das eine große Chance und ich habe die damit verbundenen Aufwände gerne erledigt. Auch wenn ich mich eher der redaktionellen Arbeit als der Fine Art Fotografie verpflichtet fühle, ist es eine interessante Erfahrung und es gibt mir die Gelegenheit - mit etwas Glück - ein paar meiner Bilder zu verkaufen.

Tuesday, March 27, 2012

The TFAA Jury 2012

Informationen in eigener Sache gibt es auf Potomac Adventures meist nur in spärlicher Form bzw. zwischen den Zeilen zu lesen. Heute mache ich eine Ausnahme, denn die Annual Jury der Torpedo Factory hat mich zum "Associate Artist" berufen. Das war eine große Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe, und es ist eine Auszeichnung, für die ich dankbar bin und über die ich mich sehr gefreut habe.


Die Torpedo Factory in Alexandria ist eines der größten und bekanntesten Kunstzentren im Großraum Washington. Direkt am Ufer des Potomac befinden sich auf drei Stockwerken unter dem Dach einer alten Fabrik etwa 80 Studios mit 160 Künstlern, sowie mehrere Galerien, ein paar Läden und eine Kunstschule. Mit etwa einer halben Million Besuchern pro Jahr ist die Torpedo Factory auch eine der am meisten frequentierten Kunststätten der Region und sicher eine der Attraktionen Alexandrias.

Einmal im Jahr sucht die Torpedo Factory nach neuen Künstlern und schreibt dazu die "Annual Jury" aus. In einem anonymisierten Verfahren bewertet darin eine Kommission aus Kunstexperten die eingereichten Arbeiten und sucht die besten aus. Der erfolgreiche Bewerber wird zum "Associate Artist" berufen und hat das Recht, als vorübergehender oder dauerhafter Untermieter in eines der vorhandenen Studios einzuziehen. Später kann er sich um ein eigenes Studio bewerben.

Eigentlich wollte ich gar nicht teilnehmen, denn die Chancen gewählt zu werden, sind eher gering. Es gibt Künstler, die es seit Jahren immer und immer wieder erfolglos versuchen. Nach Sichtung der verfügbaren Informationen aus den Vorjahren und einem Blick auf die Zusammensetzung der Jury habe ich mich dann aber doch zur Teilnahme entschlossen und am Wochenende vor dem Abgabetermin das Bewerbungspaket geschnürt. Bei der Abgabe am Montag wurde meine Arbeit anonymisiert und als Nummer 27 ins Rennen geschickt.

Am Mittwoch kam dann überraschend der Anruf "Congratulations Guido, you are in! ... And, by the way, can you frame two pieces for the exhibition by tomorrow?".

Ich habe mich natürlich tierisch gefreut, vor allem auch, weil ich mit einer dokumentarischen Arbeit punkten konnte. Mein Haupt-Portfolio war eine modifizierte Fassung von Heading Northwest:


Auch im Artist Statement habe ich deutlich gemacht, dass ich mich der realitätsnahen Fotografie verpflichtet fühle - wenn auch mit "gewissen" technischen und ästhetischen Ambitionen. Das Zweit-Portfolio enthielt daher auch einige höher abstrahierte Arbeiten. Offenbar hat das die Jury überzeugt und meinen Beitrag neben den vielen "künstlerischen" und großformatigen Arbeiten bestehen lassen. Nun hat die Torpedo Factory also einen Fotografen, der für Fotojournalismus und Dokumentarfotografie steht.

Ich sehe in der Wahl eine Bestätigung, aber auch eine gewisse Verpflichtung, diesem Anspruch gerecht zu werden - auch unter dem Dach der TFAA. Wie das mit der Arbeit in einem Studio zusammen passt, ist mir noch nicht ganz klar. Und auch wie ich einer der wichtigsten Grundideen der Torpedo Factory nachkommen kann, nämlich dem Besucher zu ermöglichen, dem Künstler bei der Arbeit zuzuschauen, weiss ich noch nicht genau. Ein paar Ideen, wie das evtl. gehen könnte, habe ich allerdings schon - schaun wir mal... ;-)

Derzeit werden zwei Werke je angenommenem Künstler in der Target Gallery ausgestellt:



Am Sonntag gibt es einen Empfang, ein Kennenlerntreffen und ein Einführungsseminar für die neuen Mitglieder. Bis dahin muss ich mir Gedanken über die in Frage kommenden Subleases machen (Angebote gibt es schon) und mich mit ein paar Business-Fragen auseinandersetzen.

Lots of things to learn, lots of things to do: Spannende Zeiten!