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Tuesday, May 28, 2013

Rolling Thunder 2013

Rolling Thunder is an organization to draw attention to the prisoners of war (POWs) and missing in action (MIA) service members of the U.S. wars. Their annual event, held on Sunday before Memorial Day is a slow motorcycle ride through Washington D.C., starting at the Pentagon parking lot, crossing the memorial bridge, and riding along the National Mall up to the Vietnam Veterans Memorial.

I'd guess that 99 percent of the motorcycles were Harley's, so believe me, it was noisy!



















These are a few impressions from the 2013 event, all shot with the highly praised (by many) Sony RX1 full frame compact camera. The RX1 and I are still having a slightly difficult time with each other, but more on that later...

Friday, January 11, 2013

50 Jahre Elysée-Vertrag

Am 22. Januar jährt sich der deutsch-französische Freundschaftsvertrag zum 50. Mal. Aus diesem Anlass haben sich Mitarbeiter und Angehörige der französischen und deutschen Botschaften getroffen, um den erfreulichen Anlass zu feiern und eine menschliche "50" in den jeweiligen Nationalfarben darzustellen.



Das Zusammentreffen fand auf dem Gelände der französischen Botschaft in DC statt, das Foto hat mein MAP-Kollege Zacarias Garcia vom Dach der Botschaft aus gemacht:



Insgesamt ein netter Beitrag zur Völkerverständigung und ein angenehmes Event in der Washingtoner Januarsonne. Weitere Infos finden sich auf www.germany.info, und zudem gibt zwei kleine Youtube-Filme, die das Event zusammen fassen (hier und hier).

Wednesday, November 7, 2012

Invitational Exhibit

Bei der Suche nach einem Titel für dieses Posting habe ich eine ganze Weile überlegen müssen. Alternativen wären "Rockville Pike", "Brooks Jensen Show", "Fotographers at the Factory" oder "Fotoweek DC" gewesen.

Worum geht's?

Am 11. November findet in der Multiple Exposures Gallery der Torpedo Factory der Empfang für eine Ausstellung statt, an der ich auch beteiligt bin. Ausgeschrieben wurde sie von einer Gruppe von Fotografen der TF, die sich "Fotographers at the Factory" nennt. Die Fotoshow besteht aus Bildern, die aus Anlass der FotoWeekDC im Rahmen einer Juried Show (also eines Wettbewerbs) ausgewählt wurden. Teilnehmen durften alle "akkreditierten" Fotografen der Torpedo Factory, also alle, die Associate oder Resident Artist oder aber Mitglied der Multiple Exposures Gallery sind. Eine kleine "Elite" von etwa 25 Fotokünstlern.



Das Besondere an der Show war nicht nur, dass sie im Rahmen der mittlerweile auch international Anerkennung findenden FotoWeekDC veranstaltet wurde, sondern dass sie von Brooks Jensen juriert wurde (u.a. dank der Überredungskünste meines Studionachbarn Craig Sterling). Brooks Jensen ist Herausgeber und Autor der Zeitschrift Lenswork und genießt internationale Anerkennung auf dem Gebiet der Fine Art Fotografie. Brooks ist auch Buchautor und hat sich auf kleinformatige Drucke und handgearbeitete Fotobücher spezialisiert.

Also ein großer Name, und diejenigen, die es in die Show geschafft haben, bilden sich natürlich was drauf ein (so auch ich ;-)

Was hat das alles mit dem "Rockville Pike" zu tun? Ganz einfach, das war mein Beitrag. Anstatt den vermeintlich risikoarmen Weg zu gehen und drei existierende, bewährte Stücke einzureichen, wollte ich was Neues für die Show machen und habe ich mich entschlossen, den Rockville Pike zu porträtieren. Dazu bin ich einen ganzen Tag bei sengender Sonne mit meinem kleinen Faltrad die zehn Kilometer lange, sechsspurige Straße auf- und abgefahren, um nach Motiven zu suchen. Ich hatte mir einige ästhetische Vorgaben ins Pflichtenheft geschrieben, etwa die ausschließliche Verwendung eines Weitwinkelobjektivs, das Fotografieren in Schwarz/Weiß, die Anwendung des in der E-M5 eingebauten "Dramatic Tone" Filters und die Tiefendarstellung mittels linearer Perspektive mit zwei Fluchtpunkten.

Das Ergebnis war meines Erachtens recht nah an der Außengrenze der FineArt-Fotografie, insbesondere wenn man sieht, wie oft die eingereichten Beiträge sich in der Nähe des Pictorialismus positionieren. Aber es hat offenbar funktioniert, denn eines der Bilder wurde angenommen (die ganze Serie zeige ich in einem separaten Beitrag):



Insgesamt wurden 29 Werke von 19 Fotografen angenommen. Beteiligt hatten sich 28 Fotografen: nicht alle haben es also geschafft, darunter auch ein paar "Etablierte".

Wenn ihr also am nächsten Sonntag noch nichts vorhabt, fühlt euch in die Multiple Exposures Gallery der Torpedo Factory in Alexandria, VA, eingeladen, und freut euch über eine ansehnliche Vielfalt an Bildern von einer der profiliertesten Gruppen von FineArt-Fotografen aus dem Raum DC! Es gibt Refreshments und der Eintritt ist frei. Da das Event auf allen einschlägigen Sites bekannt gemacht wird (PhotoWeekDC, Washington Post, Culturadar, etc.), ist damit zu rechnen, dass es voll wird. Auch die Torpedo Factory hat gleich zweimal gebloggt ("Details emerge, subtleties ripen": Fotographers at the Factory und Celebrate FotoWeek DC at the Torpedo Factory! - lesenswert!).

Ich selbst kann leider nicht kommen, denn ich bin in Deutschland. Was etwas unglücklich ist, denn es werden auch drei "Honorable Mentions" und ein "Best in Show" verliehen. Nein, Scherz beiseite, wer letzeren bekommt, weiß ich schon, auf auf die übrigen drei muss ich mir keine Hoffnungen machen! Dumm ist aber auch, dass ich die komplette FotoWeekDC verpasse, und mit ihr einige Shows und Seminare, an denen ich gerne teilgenommen hätte. Wie so oft im Leben muss mitunter Prioritäten setzen. bestimmt klappt es im nächsten Jahr.

Ach ja, und warum heisst es nun "Invitational Exhibit"? Ganz einfach, auf den Einladungen steht geschrieben: "First Annual Invitational Exhibit" der "Fotographers at the Factory". Man wird also A) eingeladen, um teilnehmen zu dürfen, und B) das Ganze findet im nächsten Jahr wieder statt.

War doch gar nicht so schwer, oder? ;-)

Tuesday, October 30, 2012

Sandy, Sandy, GO Away...

...Come Again NO other DAY.

Das stand auf der Tür eines Geschäfts am Ende der King Street in Old Town Alexandria:



Alexandria liegt ein paar Meilen südlich von DC, direkt am Potomac River. Der ist gestern tatsächlich über die Ufer getreten, aber nur ein paar Zentimeter. So waren in Old Town zwar viele Sandsäcke zu sehen, aber offenbar gab es keine größeren Schäden:



Überraschenderweise konnten wir trotzdem mehrere Film- und Fernsehteams und diverse Fotojournalisten bei der Arbeit beobachten:



Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Einwohner den Sturm keinesfalls als überstanden ansehen, sondern wegen der Regenfälle in den Oberläufen des Flusses mit weiteren Potomac-Fluten rechnen. Die mit Hilfe von Freiwilligen gefüllten und an Anwohner und Geschäftsleute verteilten Sandsäcke waren es, die die Journalisten interessierten.

Insgesamt hat sich allerdings der Eindruck von heute morgen bestätigt: Washington DC und Umgebung scheinen offenbar mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein! Nicht so dagegen New York, wo Sandy verheerende Schäden anrichtete. Alle Medien sind am Tag nach dem Hurrican voll davon, und das gesamte Ausmaß wird erst langsam sichtbar.

Es ist vorbei

Sieht so aus, als wär's geschafft.

Das Haus steht noch, der Keller ist nicht überflutet und wir haben Strom. Es regnet nur noch leicht und der Wind weht mit 10 mph. Das Barometer ist von 968 auf 980 hPa gestiegen. Es ist kalt geworden.

Wir haben Glück gehabt; New York und die anderen Städte an der Ostküste hat's schlimmer erwischt.

Noch eine Stunde bis Sonnenaufgang.

Monday, October 29, 2012

Sandy am Montag

In Potomac wird es gerade dunkel, und der schlimmere Teil des Hurricanes bahnt sich an. Bisher gab es in unserer Region "nur" Dauerregen und Sturm, aber in ein paar Stunden wird "Sandy" an Land gehen und weitere Regenmassen und Böen mit 70 bis 80 mph mit sich bringen.

Die Straßen sind wie leer gefegt, öffentliche Einrichtungen, Behörden und Geschäfte geschlossen. Praktisch das gesamte öffentliche Leben ist hier seit heute Mittag zum Erliegen gekommen. Im Gegensatz zu den Küstenregionen ist aber noch nicht wirklich viel kaputt gegangen.

Nachfolgend ein paar Eindrücke aus der Region; aufgenommen heute Nachmittag, zwischen 16:00 und 18:00 Uhr.


Abgerissene Äste und Laub auf der Gainsborough Road in Potomac


Ein menschen- und autoleerer Rockville Pike


Einer der wenigen Fußgänger in der Nähe des Rockville Town Square


Rechte Spur überflutet: Auch die Polizei kämpft mit den Fluten


Bei diesem Wetter hilft auch der Regenschirm nicht mehr

Nachtrag von ca. 22:00 Uhr:

Das Licht flackert schon seit Stunden bedenklich, aber der Strom ist noch da! Das Stormcenter von PEPCO, dem nach den letzten Stromausfällen sehr in die Kritik geratenen lokalen Stromversorger, zeigt etwa 12000 stromlose Haushalte in Montgomery County an. Das ist einigermaßen erfreulich, denn nach dem Derecho im Juli waren es Hundertausende!

Das Unwetter erinnert hier derzeit sehr an die stärkeren norddeutschen Herbststürme: nervig und unangenehm, aber (für den einzelnen Haushalt) nicht desaströs. Wenn es so bleiben sollte, wären wir noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Das soll allerdings keine Prognose sein, man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! So wie jetzt wird es noch mindestens 12 - 16 Stunden weitergehen, und die Küstenorte am Atlantik und New York hat es schon ziemlich übel getroffen.

Ebenso erstaunlich wie erfreulich finde ich, dass die Presse so gut funktioniert. Aktuelle Infos finden sich dankenswerter Weise auf allen wichtigen Websites, etwa bei der New York Times, der Washington Post oder auf Spiegel Online. Wenn man weit weg ist, mag diese bilderreiche, minutengenaue Berichterstattung nach Sensationsjournalismus riechen. Ist man vor Ort, freut man sich über jedes aktuelle Stück Information.

Sunday, October 28, 2012

Warten auf Sandy

An der Ostküste der Vereinigten Staaten braut sich ein Unwetter zusammen. Radio und Fernsehen sind voll davon, auch die deutschen Medien sehen es als große Sache an.

Grund ist der riesige Hurrican "Sandy", der in der Karibik viele Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet hat, und der sich in den USA womöglich noch mit einem aus dem Landesinneren kommenden Wintersturm überlagern wird.

Problematisch ist nicht nur der orkanartige Wind, sondern auch die Menge des niedergehenden Regens. Ebenso die gigantische Ausdehnung des Sturms. Das hier mit dem Namen "Frankenstorm" betitelte Unwetter wird etwa zwei Tage andauern.

Der "Landfall" wird morgen oder übermorgen in Delaware erwartet. Derzeit ist es in Maryland und Nord-Virginia noch verhältnismäßig ruhig.



An der Küste von South Carolina stürmt es aber schon kräftig, Ocean City hat bereits "landunter". New York hat den Ausnahmezustand verhängt, weite Teile des Zug-, Bus und Flug-Verkehrs werden eingestellt. Schulen und Behörden (auch die dt. Botschaft) bleiben geschlossen.

Vermutlich wird hier morgen das öffentliche Leben stark eingeschränkt sein oder zum Erliegen kommen. Wir sind - so gut es geht - vorbereitet und hoffen, dass es glimpflich ausgeht. Laut den Meteorologen sind Überflutungen und Stromausfälle von mehreren Tagen unausweichlich!

Weitere Infos gibt es auf spiegel.de, auf der Website der Washington Post oder bei weather.com.

Friday, October 5, 2012

Jetzt wird's bunt

Wer hier in Maryland, Virginia oder West Virginia den "Indian Summer" erleben möchte, sollte nicht mehr allzu lange warten, denn aufgrund des trockenen Wetters wird er in diesem Jahr etwas früher eintreten als üblich.



Laut aktuellem Fall Color Report hat etwa der Shenandoah National Park bereits gute 50 Prozent seiner "Herbstfarbe" erreicht:

"Fall color in Shenandoah National Park overall is currently at 50% to 60%. Color arrived earlier than usual this year, and so the peak of color is likely to occur in the second week in October, which would put peak weekend at its usual Columbus Day Weekend spot – this year, Friday, October 5, through Monday, October 8."

Um einen Eindruck vom Stand der Laubfärbung zu bekommen, habe ich mir heute den Black Hill Regional Park bei Germantown angesehen. Dort ist das Laub aber noch nicht ganz so weit; vielleicht 10 Prozent der Bäume sind bisher so bunt wie dieser:



Was ihrer Wirkung allerdings keinerlei Abbruch tut, denn gerade die Kombination von rot und orange mit grün und gelb sieht sehr schön aus. Und einzelne bunte Bäume in einem Meer von einfarbigen fallen besonders gut auf.

Wie auch immer, wer es richtig machen will, fährt natürlich den Skyline Drive im Shenandoah National Park entlang! Auch wenn es dort in den nächsten Tagen und Wochen ganz bestimmt wieder sehr voll sein wird...

Tuesday, October 2, 2012

C & O Canal reactivated

Eigentlich ist der C & O Canal schon fast hundert Jahre außer Betrieb. Aber gelegentlich gibt es historische Events, in denen vorgeführt wird, wie der Transport von Gütern und Personen über den Kanal einst funktionierte.

Letzten Sonntag sind wir zufällig auf eine Vorführung an der Great Falls Tavern gestoßen. Der Kanal wurde geflutet und das dort liegende Schiff "Charles F. Mercer" reaktiviert. Touristen konnten dann wie in alten Zeiten auf dem Schiff eine der Schleusen durchqueren und sich mit Pferdekraft ein paar hundert Meter über den Kanal ziehen lassen.

Da ich keine "richtige" Kamera dabei hatte, habe ich das iPhone genommen und eine kleine Reportage geschossen. Mit seiner Brennweite von etwa 35 mm (entspr. KB) ist es - bei gutem Licht - die perfekte Immerdabei-Kamera für die Story zwischendurch. Auf Flickr beispielsweise ist das iPhone bereits die häufigsten genutzte Digitalkamera und hat die Canons, Nikons und Panasonics lange überholt.

Los geht's.


Die "Charles F. Mercer" wird von zwei Maultieren über den Kanal in die Schleuse gezogen.


Mit Muskelkraft wird das obere Schleusentor geschlossen. Auch die zuschauenden Touristen müssen mit anpacken.


Nachdem das Wasser heraus gelassen und das Schiff um einen guten Meter abgesenkt wurde, verlässt es die Schleuse durch das untere Tor.


Mit einer langen Stange wird die "Charles F. Mercer" gedreht; sie ist gerade so lang, wie der Kanal an dieser Stelle breit ist.


Nun hat das Schiff wieder an seiner Anlegestelle fest gemacht, um die Touristen ein- und aussteigen zu lassen. Im Hintergrund sieht man die Great Falls Tavern.

Wie ihr seht, kann man auch mit einfachen Mitteln eine kleine Story erzählen. Es braucht dazu nichts weiter als ein Smartphone, ein gutes Auge und ein bisschen Übung mit der Schreiberei. Am besten, ihr probiert es selbst einmal aus!

PS. Weitere Potomac Adventures Artikel zum C & O Canal finden sich hier.

Friday, September 28, 2012

Afternoon of Art

Am 6. Oktober, also am Samstag in einer Woche, findet in der Torpedo Factory von 13 bis 17 Uhr der "Afternoon of Art" statt. Das ist eine Art Tag der offenen Tür, den die Künstler der Nordseite der dritten Etage veranstalten:



In diesem Bereich finden sich die Fotografen der TF, aber auch tolle Maler, Keramiker und andere Künstler. Nach der diesjährigen "Annual Jury" sind viele neue Künstler hinzu gekommen, neue Werke entstanden, und etliche der Studios haben sich verändert.

"3 North" ist sehr international, es gibt Verbindungen nach Italien, Spanien, Schottland, Irland, Deutschland, Tschechien, Russland, und ich weiß nicht, wohin noch; es werden viele unterschiedliche Sprachen gesprochen. Am 6.10. wird es unzählige Gelegenheiten geben, in netter und entspannter Atmosphäre Gespräche mit den Künstlern zu führen.

Die Adresse ist:

Torpedo Factory Art Center
105 North Union Street
Alexandria, VA 22314

Also Leute, fühlt euch eingeladen! Natürlich kann man an diesem Tag auch den Rest der Torpedo Factory besichtigen, ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Wir sehen uns am Samstag, den 6. Oktober in der Torpedo Factory!

(Das Plakat hat Min Enghauser entworfen)

Sunday, September 9, 2012

Art in Public Spaces

Jedes Vierteljahr veranstaltet die Torpedo Factory die "Art in Public Spaces" Initiative, um die vielen weissen Wände außerhalb der Studios mit Kunstwerken auszustatten:



Einerseits steht den Künstlern so neben ihren Studios eine ganze Menge zusätzlicher Ausstellungsfläche zur Verfügung, andererseits wird das Gebäude bunter, interessanter und attraktiver für die vielen Besucher.

Man kann teilnehmen, wenn man "Associate" oder "Resident Artist" ist und darf sich dann mit maximal drei bis vier Werken bewerben, die an geeigneter Stelle im Gebäude aufgehängt werden.

Ich habe ein "Tetraptychon" aus Hipstamatik-Prints eingereicht:



Es nennt sich "Walking Around", weil die Bilder "nebenbei" während zweier Spaziergänge mit dem Smartphone aufgenommen wurden. Sie sollen u.a. zeigen, dass man gar kein aufwändiges Equipment braucht, um interessante Aufnahmen zu produzieren, sondern lediglich ein geschultes Auge und etwas Kreativität.

Zusätzlich konnte man sich in diesem Quartal erstmals um eine "Mini Show" bewerben.

Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Proposal für die Heading Northwest-Bilder eingereicht, denn sie wurden bisher noch nie zusammenhängend gezeigt. Mein Vorschlag wurde angenommen, und acht von den Bildern hängen nun um die Ecke im Flur vor unserem Studio:



Sie zeigen Hamburg, Itzehoe, Brokdorf, Brunsbüttel, Hemmingstedt, Westerhever, Nordstrandischmoor und Helgoland:



Was mich besonders freut, ist dass diese kleine Ausstellung meine alte Heimat Norddeutschland in die Hauptstadt der Vereinigten Staaten bringt, und dass die Bilder in den nächsten drei Monaten von vielen tausend Besuchern aus den USA und der ganzen Welt gesehen wird :-)

Thursday, May 24, 2012

Artomatic

In Crystal City findet mit der Artomatic gerade "DC's Biggest Creative Event" statt. In einem ausgemusterten und zum Abriss vorgesehenen Bürogebäude...



...findet man jede Art von Kunst, die man sich nur vorstellen kann. 1300 Künstler und Performer haben das Gebäude "übernommen" und auf elf Stockwerken ihre Installationen hinterlassen:



Es gibt Musik, Malerei, Fotografie, Skulpturen, Graffities, Performances, Multimedia-Installationen, Artist Resource und Professional Development Centers, verschiedene Lounges, einen Store, und vieles mehr. Manchmal hängen nur ein paar Bilder in einer Ecke oder an der Wand, manchmal sind es ganze Räume oder sogar ein ganzes Stockwerk, die in ein Gesamtkunstwerk verwandelt wurden.

Was man in diesem gigantischen Gebäudekubus vorfindet, verschlägt einem schlicht die Sprache, so einfallsreich, schräg und vielfältig ist es. Bei meinem ersten Besuch habe ich nur das erste, das elfte und einen Teil des zehnten Stockwerks gesehen, für alles andere blieb keine Zeit. Nach zwei Stunden und etwa zweihundert Installationen war allerdings auch die Grenze der Aufnahmefähigkeit erreicht.

Nachfolgend ein paar Bilder von Kunstwerken, die mich beeindruckt haben (bzw. gut aussahen):



















Wie gesagt, das ist nur ein ganz, ganz, ganz kleiner Teil der Ausstellung! Nicht ansatzweise vollständig, noch nicht einmal repräsentativ. Also, wer auch immer in der Nähe wohnt und an Kunst interessiert ist: HINFAHREN und STAUNEN!!! Viele der Künstler haben Karten oder Gästebücher hinterlassen, ein Teil der Werke ist mit Preisen versehen und kann gekauft werden.

Das Event findet noch bis zum 23. Juni in Crystal City statt, der merkwürdigen rotbraunen Büro-Trabantenstadt gegenüber des Reagan National Airport. Die Adresse lautet 1851 S. Bell Street, Crystal City, Virginia. Der Eintritt ist frei, das Parken schwierig (oder teuer). Bringt Zeit mit, es lohnt sich!

Sunday, May 20, 2012

Northern Virginia Fine Arts Festival

In Reston fand an diesem Wochenende bei allerbestem Wetter das Northern Virginia Fine Arts Festival statt. Das ist ein jährlicher Openair-Kunstmarkt mit etwa 200 hochkarätigen Künstlern aus dem ganzen Land, die von einer Jury handselektiert wurden.

Das Festival fand in der Market Street und ihren Nebenstraßen statt und war sehr gut besucht:



Naturgemäß waren viele Maler und Fotografen vertreten, es gab aber auch viele Künstler, die Schmuck, Skulpturen, Keramik-, Textil- oder Holzkunst herstellten. Die Vielfalt und Qualität der ausgestellten Arbeiten war bemerkenswert.

Nicht alle Künstler mögen es, wenn ihre Stände fotografiert werden. Auch dann nicht, wenn man erklärt, dass man "lediglich" Illustrationen für eine Reportage über das Festival erstellt, und eben gerade nicht heimlich Reproduktionen anfertigt, die man sich Zuhause für billiges Geld an die Wand hängen will.

Hier ein kleiner Blick auf einige der Stände, die mich beeindruckt haben (ohne Anspruch auf Repräsentativität oder Vollständigkeit):









Die zugehörigen Künstler sind Mike Behr, David Burton, Andrew Sovjani und Mark and Carol Reynolds. Eine vollständige Liste aller Künstler findet sich auf der Website des Festivals.

PS. Das in der Nähe des Dulles Airports liegende Reston ist auch deshalb bemerkenswert, weil es eine in den 60er Jahren am Reissbrett entworfene, international bekannte Planstadt ist, in der auch heute noch strenge Bebauungspläne und Gestaltungsrichtlinien gelten. Und vielleicht auch, weil dort vor 20 Jahren in einer Affenstation die Ebola ausbrach. Was ebenfalls weltweite Beachtung fand, sich aber später als für den Menschen harmlos heraus stellte.